Brief an dich, wenn du alles zusammenhälst: Warum keiner fragt, wie es dir geht – Sonderfolge

Shownotes

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Diese Folge erscheint als Sonderfolge. In dieser Folge lade ich dich ein, die Verbindung zwischen Stärke und Sensibilität neu zu entdecken. Oft sind wir diejenigen, an die sich andere anlehnen – doch was passiert, wenn unsere eigene Zartheit leise bleibt? Ich teile Gedanken darüber, wie es ist, stark zu wirken und trotzdem alles tief zu spüren. Gemeinsam erkunden wir, wie du deine Sensibilität nicht länger verstecken musst, sondern sie als wertvollen Teil deiner Kraft anerkennen kannst. Lass uns den Raum schaffen, in dem deine Stärke und deine Zartheit im selben Satz vorkommen dürfen – und du dich dabei wirklich gesehen fühlst. Wenn dir diese Folge neue Impulse gibt, klicke oben auf das "+" oder "Folgen". So verpasst du keine der Geschichten. Meine Nachtfrequenzen findest du hier: https://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen Vier Audio-Editionen für Tag und Nacht – für Schlaf, Liebeskummer, Süßimpuls und Prokrastination. Wenn du mitbekommen möchtest, wann neue Folgen erscheinen und welche Audioformate dazukommen, kannst du dich hier für meine Hörpost eintragen: Ich höre dich (Podcast) https://www.praxis-kaulbarsch.de/podcast/ Wenn du "Ich höre dich" unterstützen willst: Steady https://steady.page/ich-hoere-dich-mit-gloria-esther-kaulbarsch

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Transkript anzeigen

00:00:01: Liebe du, manchmal wirkt es als würdest du aufrecht durch dein Leben gehen und die Menschen um dich herum verlassen sich still darauf dass man sich an dir anlehnen kann.

00:00:20: Du bist die, die ich mach das schon sagt, die die Ruhe bewahrt, die noch einen Stuhl dazu stellt wenn jemand Unerwartetes vor der Tür steht.

00:00:35: Für viele bist du so etwas wie ein Geländer.

00:00:41: Sie fassen kurz hin und fühlen sich sicherer, man sieht diese Stärke – diese Klarheit!

00:00:52: Und gleichzeitig gibt es bei dir einen feinen Sensor der alles mitbekommt.

00:01:01: Du registrierst wenn niemand die Stimme erhebt.

00:01:05: Du merkst dir noch zehn Stunden später einen Blick der dich getroffen hat.

00:01:13: Und nachts wiederholst du Sätze von anderen und überlegst, wo du milder, klarer anders hättest sein können.

00:01:25: Starksein heißt bei dir viel spüren – und trotzdem weitergehen!

00:01:34: Dieser Brief ist für Dich.

00:01:54: Hallihallo, willkommen bei dir.

00:02:00: Willkommen bei Ich höre dich mit Gloria Esther Kaulbarsch.

00:02:09: Du musst nichts tun nur hören und vielleicht ein wenig fühlen.

00:02:18: Hier darfst du ankommen.

00:02:24: ich höre Dich der Podcast der dich zurück zu dir führt.

00:02:31: Willkommen bei Ich höre dich mit Gloria Esther Kaulbarsch.

00:02:37: Ich freue mich, dass du da bist!

00:02:40: Heute ist das ein Brief ins Ohr.

00:02:45: Es geht um diese Mischung aus Stärke und Zartheit die Du vielleicht nie so recht zusammenbringen konntest.

00:02:55: es gibt Tage an denen Du funktionierst wie ein gut eingespieltes Team.

00:03:03: Du organisierst, du hörst zu.

00:03:05: Du hast viele Termine!

00:03:07: Du erinnerst dich an Kleinigkeiten, an Geburtstage, an Wie ist es eigentlich mit deiner Mutter?

00:03:17: Während andere schon wieder beim nächsten Thema sind.

00:03:23: Du hörst dir Dinge an als würdest du ein Instrument stimmen.

00:03:29: Aufmerksam Geduldig Bereit den Ton zu finden.

00:03:37: Und dann kommt dein eigener Ton, und manchmal hält ihn niemand fest!

00:03:46: Sie sind schon wieder bei sich noch bevor du zu Ende bist.

00:03:52: Manchmal setzt du einen Satz an – und der andere greift ihn nicht.

00:04:00: Du merkst wie der Blick schon abdriftet, wie ein Gespräch sofort wieder beim eigenen Thema landet.

00:04:08: Du nixst, du lächelst.

00:04:11: Du hältst den Faden und etwas in dir wird leiser.

00:04:19: Das ist dann kein einziger Knall.

00:04:22: Es sind die wiederholten Momente Und irgendwann erzählst du weniger!

00:04:32: Du rufst seltener an Leise ohne Erklärung weil dein Ton Platz braucht.

00:04:42: Im Probenraum gehört dieses kurze Stimmen einfach dazu.

00:04:49: Du merkst, wer im Raum gerade kippt noch bevor jemand etwas sagt?

00:04:56: Du siehst wenn jemand die Schultern einzieht obwohl er lacht!

00:05:02: Du hörst einem passt schon das eben nicht passt.

00:05:09: du machst weiter.

00:05:11: Du schaffst es.

00:05:12: Du bist ja die starke.

00:05:15: Und dann gibt es Momente, in denen dein Inneres noch mitten in der Situation hängt, während du äußerlich schon weitergehst.

00:05:25: Du denkst im Auto auf dem Parkplatz noch einmal durch wie das Gespräch eben gelaufen ist!

00:05:32: Du erinnerst dich an einen Tonfall und fühlst plötzlich dieses Stechen in der Brust, dass keiner gesehen hat.

00:05:42: Jemand sagt ... Danke für deine Hilfe wirklich!

00:05:48: Und in dir kommt ein anderer Satz.

00:05:53: Wer hält einfach mal mich?

00:05:56: Du würdest es vielleicht nie laut sagen, aber irgendwo in dir gibt es diesen leisen Satz – ich wäre gerne mal kurz nicht die Starke….

00:06:11: du kennst das ….

00:06:13: man bittet dich Um etwas mit dem Satz.

00:06:16: bei dir trau ich mich zu fragen, du bist so zuverlässig.

00:06:23: Das klingt wie ein Kompliment und ein Teil von dir freut sich auch!

00:06:29: Ein anderer Teil spürt im gleichen Moment einen Ziehen im Magen.

00:06:36: schon wiederhebst du etwas auf was jemand anders fallen lässt.

00:06:41: Schon widerstellst Du Dich hinten an Damit vorne alles weiterlaufen kann.

00:06:48: Du nennst es wahrscheinlich normal, andere nennen es beeindruckend.

00:06:55: Dein Nervensystem nennt es noch ein Paket das ich mittragen muss.

00:07:03: Diese Sätze kennst du.

00:07:04: sie sind schnell gesagt und sie passen selten auf deine Art von Stärke.

00:07:10: Deine Stärke funktioniert anders!

00:07:14: Du nimmst viel wahr und du bleibst trotzdem anwesend.

00:07:20: Du hörst zu, auch wenn du selbst müde bist – das erschöpft!

00:07:28: Und genau deshalb braucht diese Stärke eine andere Art von

00:07:35: Blick.".

00:07:37: Vielleicht hilft ihr ja dabei dieses Bild aus einem Probenraum?

00:07:43: Da ist dieser Moment kurz bevor es losgeht….

00:07:48: Der Notenständer steht schon.

00:07:51: Ein Stuhl rückt auf dem Boden und im Raum liegt diese gespannte Ruhe, ein Cello wartet nicht auf Applaus – es ist einfach da!

00:08:12: Sie reagieren auf jede Berührung, auf jede kleine Veränderung im Raum.

00:08:21: Deine Stärke trägt, deine Zartheit klingt – beides gehört zusammen!

00:08:30: Und manchmal erschöpft es genau deshalb, weil du so viel wahrnimmst und trotzdem weitergehst….

00:08:39: Deshalb ist dieser Brief kein Aufruf alles umzuwerfen.

00:08:45: Er ist eher eine Einladung, dich innerlich einmal neben deine Zartheit zu setzen statt sie zu verstecken.

00:09:00: Vielleicht zeigt sich das im Alltag leiser als du es erwartest!

00:09:06: Zum Beispiel du spürst an einem Abend, dass deine innere Haut dünner ist als sonst.

00:09:14: Und statt dich zusammenzureden, als wärst du aus Stein lässt du einen Satz in dir zu wie – heute es nicht mehr viel Puffer in mir!

00:09:27: So als Zeichen von Ehrlichkeit.

00:09:31: oder du hast jemanden unterstützt und spür's danach, wie leer du bist?

00:09:38: Und später kommt ein anderer Satz.

00:09:41: Das war dann echte Energie von mir, das darf mich kosten!

00:09:48: Vielleicht gibt es auch eine Szene aus deiner Vergangenheit die du gut verstehst und gleichzeitig streng mit dir bewertest?

00:09:59: Du schaust zurück auf die Person, die du mit Anfang zwanzig

00:10:05: warst.".

00:10:06: oder auf die, die du gestern im Spiegel gesehen hast und findest.

00:10:11: als erstes hätte ich besser machen können.

00:10:16: Was wäre wenn du einen Versuch machst und diese Person einmal mit deiner Zartheit anschaust?

00:10:25: Und nicht mit deinem inneren Prüfer!

00:10:29: Du brauchst sie nicht idealisieren aber du könntest dir sagen Ich habe damals mit dem gefühlt, was ich hatte und wusste – und das Beste versuchte.

00:10:44: Das ist keine Ausrede!

00:10:46: Das isst eine Form von Wahrhaftigkeit die Deiner Zartheit entspricht.

00:10:55: Weißt du?

00:10:56: Was ich mir für Dich wünsche?

00:11:01: Dass Deine Stärke nicht auf Kosten Deiner Zartheit

00:11:05: geht.".

00:11:07: Dass du dich dabei nicht verlierst, dass du aufhörst zu glauben deine Sensibilität sei ein Störfaktor.

00:11:26: Sie ist der Teil in dir, der dich daran erinnert das Du ein Mensch bist und kein System!

00:11:34: Der Teil, der dich weicher sehen lässt oder auf Feinheiten achtet.

00:11:40: Der spürt wann jemand innerlich wankt lange bevor es die anderen merken.

00:11:47: Ohne diesen Teil wärst du vielleicht bequemer aber auch viel weiter weg von dir selbst.

00:11:57: Zum Schluss dieses Briefes stelle ich dir ein Bild hin das niemand sehen muss außer du!

00:12:07: Heute, wenn du einen ruhigen Moment erwischst stell dir innerlich vor.

00:12:14: Du würdest dir selbst schreiben an die von der alle sagen das sie stark ist und dann setz dich daneben und antworte dir als jemand, die genau weiß wie zart du in Wahrheit bist.

00:12:35: vielleicht nur ein paar Zeilen.

00:12:40: ich weiß wie viel du Tag für Tag schultern musst.

00:12:45: Ich weiß, wie wach deine Antennen sind und ich weiß auch, wie selten du dich einfach irgendwo hinsetzt ohne etwas halten zu müssen – nicht einmal dich selbst!

00:13:04: Das bleibt bei dir.

00:13:07: Ohne Erklärung, ohne Folgen.

00:13:11: Es reicht, wenn du einmal erlebst wie es ist, wenn deine Stärke und deine Sensibilität im selben Satz vorkommen und sich nicht länger bekämpfen.

00:13:28: Wenn du dir aus dieser Folge nur einen Satz mitnehmen möchtest – kann er so klingen!

00:13:37: Ich bin stark, obwohl ich zart bin.

00:13:44: die meine Zartheit mitnimmt.

00:13:48: Und falls dir beim Hören jemand einfällt von der oder dem alle sagen, er, der oder die ist so stark und du ahns das dahinter ein sehr empfindsamer Mensch steckt?

00:14:02: Du kannst diese Folge weitergeben!

00:14:06: Vielleicht fühlt sich dort jemand das erste Mal als Mensch gesehen.

00:14:17: Sei ein kleines bisschen näher bei dir, als es sonst passiert.

00:14:26: Ich höre dich!

00:14:40: Es sei.

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