Der ganz normale Einkauf, der sich nicht mehr wie früher anfühlt

Shownotes

Dein Support für den Alltag: Professionelle Audio-Sessions zur Selbstregulation bei Kopfkino (Schlaf), Nasch-Impulsen (Süßigkeiten), Prokrastination, Liebeskummer (Abstand halten). Hier geht es zu den Studio-Aufnahmen: http://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen/

In dieser Folge nehme ich dich mit auf einen ganz normalen Parkplatz eines Supermarktes – und doch ist nichts mehr ganz so wie früher. Ich erzähle, warum selbst alltägliche Dinge wie Einkaufen heute anders wirken: leise Anspannung, kleine Überforderungen, das Bedürfnis, schnell wieder draußen zu sein. Gemeinsam spüren wir nach, wie die letzten Jahre Spuren hinterlassen haben, warum viele sich im Supermarkt nicht mehr so wohl fühlen und was das über unsere innere Welt verrät. Ich lade dich ein, diese Gefühle ernst zu nehmen, ohne sie zu bewerten, und zeige, dass du damit nicht allein bist. Vielleicht erkennst du dich wieder – und findest Trost darin, wie viel Menschlichkeit auch in kleinen Begegnungen steckt. Wenn dir diese Folge neue Impulse gibt, klicke oben auf das "+" oder "Folgen". So verpasst du keine der Geschichten. Meine Nachtfrequenzen findest du hier: https://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen Vier Audio-Editionen für Tag und Nacht – für Schlaf, Liebeskummer, Süßimpuls und Prokrastination. Ich höre dich (Podcast) https://www.praxis-kaulbarsch.de/podcast/ Wenn du "Ich höre dich" unterstützen willst: Steady https://steady.page/ich-hoere-dich-mit-gloria-esther-kaulbarsch Kontakt: podcast@praxis-kaulbarsch.de Instagram: @gloria.esther.kaulbarsch Gloria Esther Kaulbarsch https://www.praxis-kaulbarsch.de Impressum: https://www.praxis-kaulbarsch.de/impressum Greve-Studio Berlin https://www.greve-studio.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Stell dir für einen Moment vor, du stehst auf einem ganz normalen Parkplatz.

00:00:08: Einkaufswagenkarussell – ein paar Leute, manche mit Taschen, manchene mit Kindern.

00:00:15: eine Frau schiebt den Wagen zurück!

00:00:19: Du hast vielleicht einen Zettel in der Hand oder?

00:00:32: Nur einkaufen.

00:00:36: Und trotzdem merkst du es noch, bevor du durch die Schiebetür gehst?

00:00:43: Ganz so leicht wie früher fühlte sich nicht mehr an!

00:00:58: Hallihallo – willkommen bei dir!

00:01:05: Willkommen bei.

00:01:06: Ich höre dich mit Gloria Esther Kaulbarsch.

00:01:13: Du musst nichts tun nur hören Und vielleicht ein wenig fühlen.

00:01:23: Hier darfst du ankommen!

00:01:28: Ich höre dich, der Podcast, der dich zurück zu dir führt.

00:01:35: Willkommen bei ich höre Dich mit Gloria Esther Kaulborsch.

00:01:40: Ich freue mich dass Du da bist.

00:01:53: warum er sich für viele Menschen seit ein paar Jahren anders anfühlt.

00:02:01: So nicht als Hauptthema, so eher als eine leise Verschiebung die man erst merkt wenn man plötzlich schneller genug hat.

00:02:15: Es gab eine Zeit da war Einkaufen Hintergrundrauschen.

00:02:21: Du bist nach der Arbeit noch kurz irgendwo reingesprungen zwischen Terminen auf den Rückweg von einem Besuch.

00:02:30: Du bist durch die Gänge gegangen, hast etwas in den Wagen gelegt das gar nicht geplant war.

00:02:39: Hier eine Kleinigkeit für später da ein Saft den du noch nie probiert hattest?

00:02:47: Vielleicht hast du jemanden getroffen den du kanntest.

00:02:51: Ein kurzer Satz an der Gemüsetheke einlächeln und weiter.

00:02:58: Einkaufen war kein Ereignis, es war ein Teil deines Lebens so selbstverständlich wie der Weg nach Hause.

00:03:11: Dann kam eine Zeit in der dieser Gang durch den Laden plötzlich einen zweiten Ton bekam Bodenmarkierungen, Abstände Schilder an jeder Tür Gesichter die man nur noch halb lesen konnte.

00:03:37: Vielleicht erinnerst du dich an diese Momente in denen der Laden voll war und dein Körper leise mitlief.

00:03:45: kein klarer Gedanke eher so Druck in der Brust als ein Kloß im Hals oder als der eine Satz, der alles zusammenfasst.

00:04:01: Hier will ich wieder raus!

00:04:06: Manche haben damals gesagt ach das ist doch nur Einkaufen.

00:04:11: und genau das ist der Punkt.

00:04:15: Der Kopf konnte es kleinreden, der Körper hat es gespeichert.

00:04:25: heute sind Diese Regeln verschwunden, die Türen stehen wieder offen.

00:04:30: Auf dem Papier ist wieder normal.

00:04:35: Nur Gefühle halten sich nicht an Papier!

00:04:41: Du gehst wieder einkaufen, du findest was du brauchst, du bezahlst, tu trägst die Typen nach Hause.

00:04:49: und trotzdem sagen viele oft ganz leise Ich gehe nicht mehr gern.

00:04:58: Bei manchen klingt das wie eine Laune bei anderen, wie ein Geheimnis – dass man sich selbst kaum zugesteht.

00:05:10: Dabei passiert da etwas sehr Menschliches.

00:05:14: Ein Ort der lange mit Anspannung verknüpft war wird nicht automatisch wieder ein harmloser Zwischenstopp.

00:05:25: Wahrscheinlich kennst du das!

00:05:27: Du nimmst den Wagen und schon dieses Metall unter den Fingern hat eine eigene Geschichte.

00:05:36: Manchmal klebt der Griff leicht, manchmal ist er eiskalt als Kämeer gerade aus einem anderen Wetter.

00:05:52: Vielleicht ist es so ein Detail an dem du es bemerkst?

00:05:57: Du suchst nach der Münze für den Wagen.

00:06:00: Du findest sie erst ganz unten in der Tasche zwischen Bonbons und einem alten Kassenbong, der schon weich geworden ist?

00:06:10: Die Münze ist kalt!

00:06:12: Du steckst sie rein, hörst dieses kurze Klacken – und für einen Augenblick denkst du ….

00:06:19: Ach bitte lass es heute einfach schnell gehen….

00:06:24: Du nimmst den Waken als würdest du etwas lenken.

00:06:28: Das Meer ist als Metall.

00:06:32: Dann öffnet sich die Schiebetür und du bist in dieser kleinen Welt aus Licht- und Geräuschen, Musik im Hintergrund das Piepen an der Kasse Stimmen, die sich überlagern Durchsagen Die Dinge ankündigen, die Du gar nicht wissen willst.

00:06:56: Manchmal kommt noch etwas dazu Dieses schnelle Rechnen im Kopf, du siehst den Preis.

00:07:03: Du rechnest und streichst innerlich etwas ohne dass du darüber reden willst!

00:07:09: An der Selbstkasse piept es weil ein Barcode nicht erkannt wird.

00:07:14: Jemand hinter dir atmet hörbar aus.

00:07:17: Du fühlst dich plötzlich beobachtet als müsstest du dich beeilen Und genau solche Kleinigkeiten machen einen Ort schwer, der früher einfach so durchgelaufen ist.

00:07:33: Früher war das Kulisse.

00:07:37: Heute merkst du schneller!

00:07:40: Der Kopf wird voll.

00:07:42: Du hältst deine Liste fest – du willst niemanden im Weg stehen?

00:07:47: Du weichst aus und rutscht zur Seite.

00:07:49: Du passt auf ohne dass du es

00:07:52: beschließt.".

00:07:55: Und manchmal schaust du dich öfter um als früher.

00:07:59: Dein Körper hat gelernt, hier war einmal aufpassen!

00:08:07: Man muss das nicht mit den großen Worten benennen.

00:08:10: Es reicht zu merken wie schnell man gereizt ist Wie schnell müde Wie wenig Geduld plötzlich da ist Zwischen Joghurtregal und Nudelgang.

00:08:24: Manchmal fällt es dir erst zu Hause auf, an dem Moment in dem du die Einkaufstüten abstellst und die Tür hinter dir zugeht.

00:08:35: Diese kleine Erleichterung!

00:08:38: Als würdest du aus etwas herauskommen das dich mehr gekostet hat als du dachtest?

00:08:47: Und irgendwann merkst du früher bin ich gern gegangen heute bringe ich es hinter mich.

00:08:58: Viele schämen sich dafür.

00:09:01: Sie sagen sich, stelle ich nicht so an!

00:09:05: Und gleichzeitig stimmt etwas anderes auch.

00:09:11: Ein Supermarkt ist mehr als ein Supermarkt – er ist ein Ort, an dem sichtbar wird wie eng es gerade in dir ist.

00:09:23: Wie fein du auf Geräusche reagierst Wie viel Platz du innerlich noch hast für fremde Nähe, fremdes Stimmen, fremmende Eile.

00:09:40: Und er ist ein Ort an dem die letzten Jahren Spuren hinterlassen haben – nicht bei allen gleich aber bei vielen!

00:09:52: Vielleicht hast Du gemerkt dass Du Dir neue Wege gebaut hast ohne großes Nachdenken?

00:10:00: Du gehst lieber zu Zeiten, in denen es ruhiger ist.

00:10:33: wieder tragbar zu machen.

00:10:38: Viele lesen solche Veränderungen gegen sich als Schwäche, als seltsame Marotte.

00:10:49: dabei ist es oft etwas Bodenständiges Du reagierst auf das was du erlebt hast!

00:10:59: Du musst daraus kein Etikett machen.

00:11:02: Es reicht es ernstzunehmen in all dem auch Gegenbilder.

00:11:10: Und das soll kein Trostprogramm sein, sondern eher Erinnerung, dass ein Laden mehr ist als

00:11:21: Anspannung.".

00:11:23: Die Kassiererin, die dir einmal länger in die Augen schaut und sagt," Kein Stress!

00:11:30: Wir kriegen das

00:11:31: hin!".

00:11:33: Der Moment, in dem du im Regal deinen Lieblingscafé siehst und denkst – ach den nehm ich mit!

00:11:41: Ein Kind im Wagen das über etwas lacht, dass du gar nicht gesehen hast.

00:11:50: Manchmal ist da nur ein Blick zwischen Milch-und Kasse der einen halben Zentimeter Wärme in den Tag schiebt.

00:12:02: Vielleicht auch dieser kurze Moment, wenn jemand dir den Platz lässt ohne dass ihr euch dabei anstatt.

00:12:13: Ein stilles Geh ruhig vor mit der Hand ein Danke.

00:12:20: mehr passiert nicht.

00:12:22: und trotzdem ist es ein Zeichen.

00:12:26: wir sind zusammen Und manchmal erzählen Menschen noch Jahre später, dass sie sich zwischen Konserven und Kasse kennengelernt haben.

00:12:41: So ist das!

00:12:43: Alltag bleibt Alltag mit allem was er kann.

00:12:54: Vielleicht liegt die Veränderung nicht darin, dass du anders geworden bist?

00:13:00: Vielleicht liegt sie darin Dass Du wacher geworden bist als Du es je geplant hättest.

00:13:09: Manchmal hilft ein einzelner Satz, der keine Lösung verspricht nur eine faire Beschreibung.

00:13:20: Kein Wunder dass sich das anders anfühlt!

00:13:26: Ich habe in diesen Jahren mehr registriert als mir lieb war und das ist kein Urteil über dich.

00:13:36: es ist ein Blick der stimmt.

00:13:41: wenn Am Ende ein Gedanke stehen bleiben soll, dann diese.

00:13:49: Die Welt um dich herum hat sich verändert und es ist nachvollziehbar wenn dein Alltag dafür länger braucht als ein Kalender!

00:14:03: Und wenn dir beim Hören jemand einfällt der einmal gesagt hat Ich gehe nicht mehr gern einkaufen und ich weiß gar nicht warum Dann kannst du diese Folge weitergeben.

00:14:19: Vielleicht wird es leichter, wenn man merkt – Es geht anderen auch so!

00:14:27: Manchmal reicht dieser Moment Wenn Du den Wagen zurückschiebst und für zwei Artenzüge merkst Ich bin wieder draußen.

00:14:38: Wenn Du wissen möchtest wann neue Folgen von ich höre Dich erscheinen Und welche Audio-Formate ich zusätzlich herausbringe Kannst du dich gerne auf meiner Seite für meine Hörpost eintragen.

00:14:53: Den Link findest Du unten in den Shownotes, denn ich höre Dich!

00:15:24: Lea Kretschmer und Taha Issa.

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