Dein Körper ist müde, aber dein Kopf kommt nicht zur Ruhe
Shownotes
Kopfkino stoppen? Hier geht es zu meiner Audio-Edition "Wenn dein Kopf nicht zur Ruhe kommt (Schlaf)": https://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen/ Kennst du diese Nächte, in denen dein Körper längst bereit für den Schlaf ist, aber dein Kopf einfach nicht abschalten will? In dieser Folge spreche ich über die leisen Konferenzen im Kopf, die uns abends wachhalten, und warum das kein Zeichen von Unzulänglichkeit, sondern ein Nachhall voller gelebter Momente ist. Ich lade dich ein, dich selbst nachts nicht zu bekämpfen, sondern mitfühlend wahrzunehmen, was in dir nachklingt. Gemeinsam entdecken wir, wie ein kleiner, freundlicher Satz im Dunkeln helfen kann, den Druck loszulassen und den Tag sanft abzugeben. Ich höre dich – und vielleicht hörst du dich heute Nacht auch ein bisschen besser. Wenn dir diese Folge neue Impulse gibt, klicke oben auf das "+" oder "Folgen". So verpasst du keine der Geschichten. Sanfte Unterstützung für deine Nacht: Die Nachtfrequenz Edition 1 - Schlaf Wenn die Gedanken kreisen und der Körper nicht zur Ruhe findet. Meine Nachtfrequenzen findest du hier: https://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen Vier Audio-Editionen für Tag und Nacht – für Schlaf, Liebeskummer, Süßimpuls und Prokrastination. Wenn du mitbekommen möchtest, wann neue Folgen erscheinen und welche Audioformate dazukommen, kannst du dich hier für meine Hörpost eintragen: https://www.praxis-kaulbarsch.de/podcast/ Wenn du "Ich höre dich" unterstützen willst: Steady https://steady.page/ich-hoere-dich-mit-gloria-esther-kaulbarsch Impressum: https://www.praxis-kaulbarsch.de/impressum https://www.praxis-kaulbarsch.de/podcast/ Kontakt: podcast@praxis-kaulbarsch.de Instagram: @gloria.esther.kaulbarsch
Gloria Esther Kaulbarsch https://www.praxis-kaulbarsch.de
Greve-Studio Berlin https://www.greve-studio.de
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00:00:00: Es gibt Nächte, in denen dein Körper längst beschlossen hat, Feierabend zu machen.
00:00:07: Und dein Kopf weigert sich, einfach das Memo zu unterschreiben.
00:00:13: Deine Schultern sinken ins Kissen, die Deckel liegt genau richtig, die Matratze fühlt sich endlich so an, als würde sie dich tragen.
00:00:24: Und oben, hinter deiner Stirn, läuft noch Konferenz.
00:00:29: Nicht laut, Aber hartnäckig.
00:00:33: Die eine Stimme räumt noch Mehlz von heute hin und her.
00:00:37: Die nächste überlegt, ob du morgen genug Zeit für alles hast.
00:00:41: und eine dritte Frage ganz beiläufig.
00:00:45: Hab ich morgen wirklich an alles gedacht?
00:00:49: Dein Körper sendet klar.
00:00:52: Ich wäre dann soweit.
00:00:54: Dein Kopf antwortet.
00:00:57: Nur kurz, nur ganz kurz.
00:01:00: nur dass dieses Kurz sich gerne bis weit nach Mitternacht streckt.
00:01:16: Hallihallo, willkommen bei dir.
00:01:22: Willkommen bei Ich höre dich mit Gloria Esther Kaulbarsch.
00:01:30: Du musst nichts tun, nur hören und vielleicht ein wenig fühlen.
00:01:40: Hier darfst du ankommen.
00:01:46: Ich höre dich, der Podcast, der dich zurück zu dir führt.
00:01:53: Willkommen bei Ich höre dich mit Gloria Esther Kaulborsch und ich freue mich so, so sehr, dass du da bist.
00:02:04: Du kannst dich jetzt einfach zurücklehnen, wenn du magst und mir zuhören, wie einer kleinen Geschichte zum Lauschen.
00:02:14: Vielleicht kennst du den Moment, in dem du zum ersten Mal auf die Uhr schaust.
00:02:21: Das hast du so nicht gewollt.
00:02:23: Du schaust, eben weil du das Gefühl hast, es müsste doch inzwischen mindestens tiefste Nacht sein.
00:02:33: Und dann steht dort eine Zeit, die von außen ja eigentlich harmlos wirkt, aber in dir klingt es trotzdem.
00:02:43: Oh, das kann doch nicht wahr sein.
00:02:46: Ich liege noch immer wach.
00:02:49: Und ab da wird es oft nicht leichter.
00:02:52: Du drehst dich ein bisschen von einer Seite auf die andere, suchst dir eine neue Kissenfalte, atmest tiefer ein, versuchst dich zu beruhigen.
00:03:03: Und irgendwo beginnt eine strenge Stimme.
00:03:07: Jetzt schlaf doch endlich.
00:03:09: Morgen musst du fit sein.
00:03:13: Als würdest du dir innerlich die Hände in die Hüften stemmen und dich selbst anweisen, gefälligst zur Ruhe zu kommen, nur das Ruhe sich noch nie auf Befehl hat blicken lassen.
00:03:29: In dieser Folge geht es nicht darum, deinen Schlaf zu verbessern, es geht um etwas Kleineres und gleichzeitig um etwas Entscheidendes.
00:03:41: nämlich um den Moment, in dem du nachts wach liegst und dich fragst, was mit dir los ist.
00:03:50: Also ich halte diese Frage für verständlich, aber oft ist sie ziemlich unfair gestellt.
00:04:00: In vielen Nächten ist dein Wachsein kein Rätsel, es ist ein Nachhall.
00:04:08: Du bist noch voll mit Deinem Tag.
00:04:13: Es gibt Menschen, die legen sich hin, schließen die Augen und sind weg.
00:04:20: Ich finde sowas beneidenswert, aber ich glaube, wir wissen, das gilt nicht für alle.
00:04:29: Wenn du abends im Bett liegst und dein Kopf macht Überstunden, dann zeigt sich meistens nur, dein System hat heute viel getragen.
00:04:41: Du hast tagsüber sehr viel aufgenommen, gehalten, geschluckt und dein Inneres versucht, jetzt hinterherzukommen.
00:05:00: Stell dir mal vor, dein Tag hätte eine Art Abspann, ja so wie bei einem Film.
00:05:07: Er läuft nicht draußen, auf dem Sofa so gemütlich mit Chips und Decke.
00:05:13: Er läuft in dir.
00:05:16: Die Zähnen würden einmal kurz vorbeiziehen, das Gespräch, das dich beschäftigt hat, der Blick, der dir nachgeht, die Entscheidung, wer, der du nicht sicher bist, die Sorge, die du unterwegs zur Seite geschoben hast, damit du weiter funktionierst.
00:05:38: Manchmal startet dieser Abspann nicht, während du noch im Wohnzimmer bist.
00:05:45: sondern leider erst, wenn du das Licht ausmachst.
00:05:49: Dann kommen sie nacheinander, die Bilder von heute, die Sätze, die noch nachhallen, die Aufgaben, die kein Haken bekommen haben.
00:06:01: Kein Wunder, dass dein Kopf nicht sofort dunkel schaltet, wenn dein Zimmer es tut.
00:06:09: Dein Inneres ist mit heute einfach noch nicht fertig.
00:06:15: Vielleicht liegt die eigentliche Anstrengung gar nicht in den Gedanken, sondern darin, wie du im Halbtunkel mit dir sprichst.
00:06:25: Du beobachtest, wie die Gedanken sich drehen und gleichzeitig kommentierst du dich.
00:06:31: Warum krieg ich das nicht hin?
00:06:34: Das wird morgen einfach nur furchtbar.
00:06:37: Och andere, die legen sich hin und schlafen einfach.
00:06:41: Da liegst du dann mit einem Kopf, der viel denkt.
00:06:46: Und einer inneren Kommentatoren, die das Ganze auch noch bewertet.
00:06:52: Und zwischen diesen beiden Ebenen wird es schnell eng.
00:06:57: Was wäre, wenn genau hier ein kleiner freundlicher Satz dazu kommt?
00:07:05: Ganz schlicht.
00:07:07: Zum Beispiel.
00:07:09: Natürlich ist heute noch in mir.
00:07:12: Nur so als Anerkennung.
00:07:14: Das, was du getragen hast, ist nicht in dem Moment weg, in dem du das Licht ausknipst.
00:07:23: Manchmal hilft es, den eigenen Kopf anders zu sehen, als Teil von dir, der versucht aufzuräumen.
00:07:33: Du könntest im Dunkeln leise denken.
00:07:37: Okay, du versuchst noch Ordnung, in den Tag zu bringen.
00:07:42: Das ist anstrengend.
00:07:44: Aber es ist nicht gegen mich.
00:07:47: Allein dieser Perspektivwechsel nimmt ein bisschen Schärfe heraus.
00:07:53: Dein Kopf ist kein Feind.
00:07:56: Ihr seid einfach beide müde, nur auf unterschiedliche Art.
00:08:11: Zum Schluss möchte ich dir eine winzig kleine Übung anbieten, die nichts ändern muss, aber vielleicht etwas verschieben kann?
00:08:22: Wenn du das nächste Mal wach legst und merkst, wie die Gedanken wieder Fahrt aufnehmen, dann such dir innerlich einen Satz, der sich sanft anfühlt.
00:08:35: Das muss gar kein perfekter Satz sein, nur sanft.
00:08:40: Etwas in der Art wie, es ist verständlich, dass heute noch in mir nachklingt.
00:08:49: Ja, oder ich ... darf müde sein von meinem Tag und sprich diesen Satz dann ein paar Artenzüge lang innerlich mit, sowie eine leise Hintergrundmusik.
00:09:03: Und dann stell dir vor, dass du deinen Tag Stück für Stück vom Bett nimmst und ihn dann auf einen imaginären Stuhl neben dir legst.
00:09:16: Einfach dort.
00:09:18: Du kannst dir leise sagen, für heute ist gut.
00:09:24: Morgen sehe ich weiter.
00:09:27: Du schläfst danach wahrscheinlich nicht sofort ein und die Nacht wird dadurch auch nicht automatisch leicht.
00:09:35: Aber du hast etwas Entscheidendes getan.
00:09:40: Du hast aufgehört, dich im Dunkeln zu bekämpfen.
00:09:45: Du hast anerkannt, dass dein Tag noch nachklingt und dass es in Ordnung ist, wenn dein Inneres dafür einen Moment länger braucht.
00:09:59: Wenn dein Körper müde ist und dein Kopf nicht zur Ruhe kommt, dann erzählt das etwas darüber, wie voll deine Tage geworden sind.
00:10:12: Nimm dich bitte in solchen Nächten einen Hauch ernster, weil da jemand in dir sitzt, der leise ruft, ich bin noch da.
00:10:25: Und genau das meine ich, wenn ich sage, ich höre dich.
00:10:35: Bis dahin, bleib bei dir, deine Gloria.
00:10:43: Dieser Podcast wird produziert im Gräwe-Studio Berlin.
00:10:49: Aufnahmeleitung Volker Gräwe.
00:10:53: Assistenz Lea Kretschmar und Taha Issa.
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