Wollen wir mal einen Kaffee trinken?
Shownotes
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Schön, dass du da bist! In dieser Folge erzähle ich eine Geschichte aus dem Alltag nach dem Yogakurs – von einem beiläufigen Satz, der mehr Türen öffnet, als wir auf den ersten Blick sehen. Ich lade dich ein, mit mir in die feinen Nuancen zwischenmenschlicher Begegnungen einzutauchen und zu spüren, wie viel Wärme in scheinbar unverbindlichen Worten steckt.
Gemeinsam entdecken wir, warum manche Sätze nach Zukunft klingen und dann doch nur für einen Moment leuchten. Ich zeige dir, wie du solche Begegnungen wertschätzen kannst, ohne sie festhalten zu müssen, und was es bedeutet, sich selbst in kleinen Alltagsmomenten wiederzufinden. Lass dich inspirieren, das leise Strahlen in dir zu entdecken – und vielleicht einen dieser Sätze ganz bewusst stehen zu lassen. Wenn dir diese Folge neue Impulse gibt, klicke oben auf das "+" oder "Folgen". So verpasst du keine der Geschichten. Ich höre dich (Podcast) https://www.praxis-kaulbarsch.de/podcast/ Meine Audio-Editionen - Nachtfrequenzen - findest du hier: https://www.praxis-kaulbarsch.de/nachtfrequenzen/ Wenn du "Ich höre dich" unterstützen willst: Steady https://steady.page/ich-hoere-dich-mit-gloria-esther-kaulbarsch Kontakt: podcast@praxis-kaulbarsch.de Instagram: @gloria.esther.kaulbarsch Gloria Esther Kaulbarsch https://www.praxis-kaulbarsch.de Impressum: https://www.praxis-kaulbarsch.de/impressum Greve-Studio Berlin https://www.greve-studio.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Nach dem Kurs stehst du am Regal und suchst deine Schuhe.
00:00:04: Der Raum riecht noch nach Wärme und Holz, neben dir steht eine Yoga-Mitstreiterin.
00:00:12: Eurem Matten liegen fast immer nebeneinander seit
00:00:16: Wochen.".
00:00:17: Und dann sagt sie ganz beiläufig – »Wollen wir mal einen Kaffee trinken?«.
00:00:25: Dieser Satz klingt freundlich!
00:00:28: Er klingt nach — »Wir kennen uns doch inzwischen«.
00:00:33: Und gleichzeitig bleibt er so offen, dass du erst beim Antworten merkst wie viele Türen darin stecken.
00:01:18: Darfst du ankommen?
00:01:22: Ich höre dich, der Podcast, der dich zurück zu dir führt.
00:01:29: Willkommen bei.
00:01:31: ich höre Dich mit Gloria Esther Kaulbarsch!
00:01:35: Hier erzähle ich Dir Geschichten für mehr Ruhe, Klarheit und Dein leises inneres Strahlen – Und ich freue mich so sehr dass Du wieder da bist.
00:01:51: Der Kurse ist vorbei.
00:01:54: Matten werden eingerollt, Flaschen zugedreht, Reißverschlüsse zugezogen, jemand sucht im Rucksack nach dem Hargummi.
00:02:04: Draußen ist es dunkel – die Straßenbeleuchtung ist bereits an!
00:02:10: Ihr liegt im Raum fast immer nebeneinander.
00:02:14: Das hat sich ergeben.
00:02:16: Ein Platz der Frei war eine Matte, die dort
00:02:20: blieb.".
00:02:22: Du weißt, wie sie ihre Decke faltet immer zweimal sehr ordentlich.
00:02:29: Sie weiß, dass du den Gurt erst am Ende aus dem Rucksack ziehst als wäre vorher noch nicht Schluss!
00:02:37: Nach dem Kurs ist es dieser kurze Streifenzeit zwischen Raum und Straße.
00:02:46: Man wechselt ein paar Worte.
00:02:49: Nacken, Schultern – oh, heute war's zäh.
00:02:52: jemand lacht leise, weil alle dieselbe Übung verflucht haben ohne es laut zu sagen.
00:03:01: Und dann sagt sie fast nebenbei – Wollen wir nicht mal zusammen einen Kaffee trinken?
00:03:11: Du schaust sie an!
00:03:13: Der Satz klingt nach Wärme, nach Wir sehen uns ja sowieso.
00:03:20: und weil ihr euch wirklich schon ein bisschen kennt... Über Atem, über Matten, über dieses regelmäßige Nebeneinander wirkt er plausibel.
00:03:35: Ja gern sagst du oder ja total!
00:03:40: Eine Antwort die freundlich ist und nichts kaputt macht.
00:03:46: Sie nickt, du nickst, ihr zieht Jacken an, werft Taschen über die Schulter schiebt die Haare aus dem Gesicht Und dann sagt eine von euch noch, machen wir.
00:04:00: Und das war's!
00:04:04: Keiner holt das Handy raus, ihr steht schon halb in euren Jacken.
00:04:09: der Raum lehrt sich.
00:04:10: jemand löscht das Licht im Nebenraum.
00:04:15: Machen wir klingt warm und es bleibt genau da Warm.
00:04:24: Eine Uhrzeit fällt nicht.
00:04:28: Jemand ruft im Gehen schönen Abend und die Stimme halt kurz an der Wand entlang.
00:04:35: Du hörst dich antworten ganz automatisch, so wie man nach Kursende antwortet.
00:04:41: – Dir auch!
00:04:44: Dann ist draußen schon Straße und jede geht in ihre Richtung.
00:04:52: Kein Termin, keine Uhrzeit, kein Passtierdienstag?
00:04:57: Nur ein Satz, der für einen Moment Zukunft hatte und dann wieder in den Alltag zurückfällt.
00:05:05: Als wäre er ein normales – bis nächste Woche!
00:05:12: Draußen trennt ihr euch an der Ecke.
00:05:16: Du gehst Richtung Auto oder Bahn sieh'n die andere Richtung.
00:05:21: Die Luft ist kühl das Gesicht wird klarer Der Körper bleibt weich vom Kurs Und genau da zeigt sich, woran solche Sätze hängen.
00:05:36: An dem was dann nachkommt!
00:05:42: Am nächsten Tag denkst du einmal kurz daran Dann lässt du es wieder los.
00:05:49: Im Supermarkt oder in der Bahn fällt dir ein Gespräch auf das Du sonst nicht hören würdest.
00:05:57: Zwei Menschen vor Dir planen ganz nüchtern Donnerstag?
00:06:06: Geht!
00:06:08: Kein Umwege, eine Uhrzeit ein kurzer Satz fertig.
00:06:15: Das wirkt beruhigend.
00:06:18: Eindeutigkeit kann freundlich sein.
00:06:23: Ein paar Tage später taucht der Satz wieder auf ganz unauffällig während du die Spülmaschine einräumst oder die Jacke über den Stuhl hängst so als kleines Nachklingen.
00:06:37: Da war doch diese Freundlichkeit... Und irgendwann merkst du, wie schnell man anfängt eine Deutung zu bauen.
00:06:48: War das ernst gemeint?
00:06:51: War's nur
00:06:52: nett?!
00:06:53: War es ein Satz der in dem Moment gut klang weil der Kurs gut war und man den Alltag kurz vergessen konnte?
00:07:03: Du erinnerst dich an solche Sätze nicht nur als Empfängerin – auch als jemand, der sie selbst schon gesagt hat!
00:07:14: Es gibt diesen Ton, in dem wir sollten mal gesagt wird.
00:07:21: Der Ton ist weich – er lässt Spielraum und er lässt Dinge gerne dort wo sie sind In der freundlichen Absicht ohne festen Boden.
00:07:37: Genau diese Offenheit macht solche Sätze so beliebt.
00:07:43: Sie geben wärmer ohne dass man sofort etwas versprechen muss.
00:07:49: Sie schützen beide Seiten vor dem Moment, in dem jemand nach einem Datum fragt und das Gegenüber merkt – diese Woche geht es doch nicht!
00:08:02: Und da ist auch die stille Scheue, die viele kennen.
00:08:07: Man will nicht fordernd wirken, man will nicht zu viel sein.
00:08:14: Manchmal reicht schon der Blick auf den eigenen Kalender Ein paar Kästchen, die voll wirken, ohne dass es große Ereignisse wären.
00:08:26: Dann klingt – Lass uns mal!
00:08:29: wie eine nette Form Zeit zu verschenken, Ohne sie schon zu besitzen.
00:08:38: Ein Kaffee wird erst dann wirklich ein Kaffees wenn irgendwo eine Uhrzeit auftaucht.
00:08:47: Vorher ist er ein Satz.
00:09:02: Eine Woche später liegst du wieder auf der Matte.
00:09:06: Gleicher Raum, gleicher Geruch nach Holz und warmer Heizungsluft!
00:09:13: Ihre Matte neben Deiner so selbstverständlich als hätte es den Satz nie gegeben.
00:09:20: Sie sagt Hallo?
00:09:22: Du sagst
00:09:22: Hallo?!
00:09:23: Ihr lächelt Es ist angenehm.
00:09:26: Es bleibt leicht.
00:09:30: Du bemerkst Den Satz wie ein Kleinfaden, der noch in der Luft hängt.
00:09:36: Du ziehst nicht daran.
00:09:39: Ihr redet über Schultern und Nacken, Und das reicht für
00:09:43: heute.".
00:09:45: Jemand lässt eine Flasche fallen Sie rollt quer über den Boden.
00:09:50: Zwei greifen gleichzeitig danach Lachen kurz Als wäre das ein geheimer Handschlag.
00:09:58: Solche kleinen Dinge Halten einen Raum zusammen Ohne dass jemand etwas erklären muss.
00:10:08: Im Kurs schaut ihr beide nach vorn.
00:10:12: Ihr atmet, ihr haltet, ihr gebt nach.
00:10:17: Und zwischendurch ist dieses Nebeneinander wieder da, das man nicht erklären muss.
00:10:26: Nach dem Kurs rollt ihr fast Synchron eure Matten zusammen!
00:10:31: Ihr redet über den Nacken, über diese eine Stelle zwischen Schulterblatt und Hals, über die Übung, die heute allen in die Schultern gefahren nach dem Kurs reden.
00:10:49: Und dann ist da dieser winzige Moment, in dem dir etwas klar wird.
00:10:55: Ein Nachfragen würde den Satz schwer machen!
00:11:00: Du würdest ihn festhalten müssen damit er wahrwürtt und du willst nichts festhalten das von allein nicht geht.
00:11:12: Du lässt den SatZ dort wo er gesagt wurde zwischen Mathe und Jacke in dieser freundlichen Zone nach dem Kurs.
00:11:24: Draußen gehst du ein Stück langsamer bis zur Ecke, da ist dieses kleine Kaffee an dem ihr immer vorbeikommt!
00:11:35: Man sieht die Lampen und Tassen, die Menschen an den Fenstern.
00:11:41: Heute gehst Du rein – das Licht ist weich Das Geräusch von Tassen ist leise, als hätte jemand die Welt auf Zimmerlaut stärker gestellt.
00:11:56: Hinter dem Dresen fragt dich jemand, zu mitnehmen oder hier?
00:12:03: Du sagst – Hier!
00:12:06: Du setzt dich an einem Tisch am Rand, du stellst die Tasche ab, legst die Hände um die Tasse.
00:12:15: Draußen gehen Menschen schnell vorbei, drinnen ist es langsamer.
00:12:21: Du nimmst den ersten Schluck und der Kaffee schmeckt ganz normal.
00:12:27: Du bleibst ein paar Minuten sitzen, Der Abend bekommt einen Platz, der dir gehört Und da fällt ihr auf wie oft im Alltag Sätze gesagt werden die warm sind.
00:12:43: Und trotzdem ohne Adresse!
00:12:48: Du musst heute keinen davon einsammeln Du musst auch keinen davon tragen.
00:12:56: Als du wieder rausgehst, ist es draußen nicht anders als vorher.
00:13:02: Nur in dir ist etwas ruhiger und du nimmst etwas mit.
00:13:11: Ein Satz darf freundlich sein Eine Verabredung braucht eine Uhrzeit.
00:13:22: Kennst du das?
00:13:23: Dass ein Satz nach nie klingt und dann einfach stehen bleibt, dass du ihn selbst schon gesagt hast ohne zu wissen ob du ihn wirklich meinst.
00:13:48: Und wenn dir beim Hören jemand eingefallen ist schick die Folge weiter.
00:13:53: abonnier den Podcast damit du die nächsten Geschichten findest wenn sie kommen!
00:13:59: Wenn du magst.
00:14:00: eine Bewertung hilft das andere ihnen entdecken.
00:14:05: Die Hörpost kannst Du auch abonnieren wenn du nah dran bleiben willst.
00:14:12: Wenn Du ein Stück mit mir weitergehen möchtest, ich höre Dich.
00:14:17: Nachtfrequenzen.
00:14:20: Audioeditionen für Tag und Nacht.
00:14:24: Den Link findest Du in den Show-Notes.
00:14:28: Ich höre dich Bis dahin.
00:14:36: bleib bei Dir!
00:14:38: Deine Gloria.
00:14:41: Dieser Podcast wird produziert im Greve Studio Berlin.
00:14:53: Aufnahmeleitung Volker Grewe Assistenz Lea Kretschmar und Taha Issa.
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